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Gottes Botschafter

Ich liebe das Wort Gottes, weil es uns immer wieder wunderbare Bilder aufzeigt. Heute wollen wir uns dazu einige zum Thema „Gottes Botschafter“ ansehen. Damit eine Botschaft ihrem Sinn und Zweck gerecht wird, braucht es mehrere Elemente.

Lasst uns mit dem Auftraggeber beginnen. In 2. Korinther 5,17-21 zeigt uns Paulus Gott und Christus als Auftraggeber der Botschaft. Das ist Ermutigung und Verantwortung zugleich. Wenn wir Gottes Botschaft weiter tragen, dann sind wir nicht in eigener Autorität oder für uns persönlich unterwegs. Besonders schön drückt Jesus das in Matthäus 28,18-20 aus. Die Aussendung der Jünger wird in zwei Verheißungen eingebettet: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. […] Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Zeitalter.“ Wenn wir für Jesus unterwegs sind, dann gibt er uns den Auftrag und das Geleit. Mission ist keine menschliche Idee, sondern ein Auftrag Jesu an seine Nachfolger.

Paulus gebraucht in 2. Korinther 5,20 das Bild des Botschafters „So sind wir nun Botschafter an Christi statt“. Die Definition eines Botschafters lautet: „Ein Botschafter ist ein Diplomat, also der Vertreter eines Staates in einem anderen Land oder bei einer internationalen Organisation. Er wird vom Außenministerium entsandt und ist der persönliche Repräsentant des Staatsoberhauptes seines Landes.“ Wenn wir diese Definition auf Christus und uns umlegen dann liest es sich folgendermaßen: „DU bist ein Diplomat, also der Vertreter des Reiches Christi auf dem Planeten Erde. DU wirst vom himmlischen Außenministerium entsandt und bist der persönliche Repräsentant des Staatsoberhauptes seines Reiches.“ Wow, was für eine Ehre!

David Livingstone, der bekannte Afrika Missionar, formulierte es mit folgenden Worten: „Wenn der Auftrag eines irdischen Königs als eine Ehre angesehen wird, wie kann der Auftrag eines himmlischen Königs als Opfer betrachtet werden?“

Wenden wir uns dem zweiten Element, dem Inhalt der Botschaft zu. Paulus erwähnt in 2. Korinther 5,17-21 die Botschaft der Versöhnung, die die Erlösung durch Jesus Christus als Inhalt hat. Weitere biblische Texte zu dem Inhalt unserer Botschaft sind Mt 28,18-20 oder Offb 14,6-12. Im Kern unserer Botschaft steht eine Person – Jesus Christus. Seine Liebe, seine Erlösungstat, sein Wirken für uns gestern, heute und morgen. Ellen White drückt es mit folgenden Worten aus: „Am Kreuz hängend war Christus das Evangelium. […] Das ist unsere Botschaft, unser Argument, unsere Lehre, unsere Warnung an den Uneinsichtigen, unsere Ermutigung für den Trauernden, die Hoffnung für jeden Gläubigen.“ 21MR 37.1

Wir haben eine wunderbare Botschaft von einem Gott der Liebe der auf der Suche nach Menschen ist, die von ihm Erlösung von Sünde, Befreiung von Schuld, inneren Frieden und ewiges Leben in Friede und Sicherheit bekommen.

Um ihr Ziel zu erreichen, braucht die Botschaft auch einen Empfänger. Paulus erwähnt in 2. Korinther 5,19 die „Welt“. Matthäus schreibt in 28,19 von „allen Nationen“ und Johannes in der Offenbarung in 14,6 schreibt von „jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk“. Die Empfänger der Botschaft sind global oder weltumspannend zu finden. Beinhaltet das Togo? China? Neuseeland? Costa Rica? Wien? Österreich? Steiermark? Fürstenfeld? Deinen Heimatort?

Bei einer Erfahrung am Postamt ist mir dazu ein wichtiger Punkt bewusst geworden. Da ich nicht zu Hause war, als ein Brief mit dickem Inhalt aus Israel ankam, fand ich einen gelben Abholschein in meinem Postkasten. Beim Postamt angelangt, sah ich den Brief und konnte die Sendung nicht einordnen. Ich hab überlegt, aber mir fiel nicht ein, was ich hier bestellt haben könnte oder warum ich Post aus Israel bekomme. Der Postbeamte fragte mich: „Wollen Sie es annehmen?“ Zuerst war ich mir unsicher, denn was könnte in einer Sendung aus Israel nicht alles drin sein? Am Ende war ich dann doch bereit die Sendung anzunehmen.

Heute haben Menschen Probleme die Botschaft Gottes anzunehmen, weil sie sich über den Sender der Botschaft unsicher sind. Das Erlebe ich bei Bibelstunden oder Gesprächen. Es muss ein Vertrauen in Gott da sein, damit seine Botschaft angenommen werden kann.

Das führt uns zu unserem letzten Punkt. Gott lässt nicht einfach Bibeln vom Himmel regnen, um seine Botschaft zu verbreiten. Er sendet Menschen. Dich und mich! Wir dürfen den Menschen die Absicht und die Liebe Gottes aufzeigen. Wie hast du die Botschaft Jesu kennen gelernt? Waren da nicht auch Menschen involviert?

Gott braucht auch heute noch Überbringer seiner Botschaft. Pastor Mike Stachura schreibt folgendes: „Das Merkmal einer bedeutenden Kirche sind nicht ihre Sitzplätze sondern ihre Sendeleistung.“ Es geht Gott nicht darum, dass wir einen Sessel im Gottesdienst besetzen, sondern als seine Botschafter in der Welt leben. Das bedeutet Leben mit Gott nicht nur an einem Tag in der Woche, sondern an sieben Tagen von sieben.

Gott hat dich als Botschafter berufen, weil es noch viele Menschen gibt, die eine Sendung empfangen sollen. Oft sind sie sich unsicher über den Absender und wissen nicht, ob es auch wirklich gut ist, die Sendung anzunehmen. Gott möchte dich gebrauchen, damit Menschen seine Botschaft empfangen können. Bist du bereit ein Botschafter Gottes zu sein?

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